Ist B2B-Kaltakquise erlaubt?
Der Werbeanruf bei einem Unternehmen ist nach § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG zulässig, wenn der Angerufene zumindest mutmaßlich einwilligt. Bei Verbrauchern reicht das nicht — dort braucht es eine vorherige ausdrückliche Einwilligung. Diesen Unterschied musst du kennen, bevor die erste Nummer gewählt wird.

Wann liegt eine mutmaßliche Einwilligung vor?
Sie liegt vor, wenn aufgrund konkreter Umstände ein sachliches Interesse genau dieses Unternehmens an genau diesem Angebot angenommen werden darf. Anhaltspunkte: die Branche, ein konkreter Anlass, ein Bezug des Produkts zur Tätigkeit des Unternehmens, eine bestehende Geschäftsbeziehung.
Die rechtlichen Details findest du im Ratgeber zu § 7 UWG.
Was du festhalten solltest
- Pro Kontakt die Rechtsgrundlage (mutmaßliche Einwilligung B2B) und warum ein sachliches Interesse anzunehmen ist.
- Die Quelle der Daten und wann du sie erhoben hast.
- Eine Sperrliste: „Kein weiterer Kontakt“ gilt dauerhaft.
- Anrufe nur zu üblichen Geschäftszeiten, Rufnummer anzeigen.
Vorbereitung entscheidet
Eine gute B2B-Kaltakquise-Liste ist gepflegt, entdoppelt und mit Ansprechpartner versehen. Dazu ein Gesprächsleitfaden mit Einstieg, Bedarfsfragen und Antworten auf die häufigsten Einwände — damit jedes Gespräch dieselbe Struktur hat, egal wer telefoniert.
Der Anruf-Ablauf im Alltag
Statt vor jedem Anruf die Liste zu durchsuchen, erscheint der nächste Kontakt automatisch mit Firma, Ansprechpartner und Verlauf. Ein Tipp auf „Anrufen“ über den eigenen Handyvertrag, Gespräch mit Leitfaden daneben, Ergebnis in einem Klick — Termin, Wiedervorlage, kein Interesse. Der nächste Kontakt lädt sofort.
Nummer, E-Mail und Termin landen automatisch im System, nichts wird abgetippt. Das Vertriebs-Terminal hält dabei die Rechtsgrundlage und die Sperrliste im Hintergrund mit — Pflichtfeld beim Import, Anrufzeiten-Warnung, exportierbarer Nachweis.
Nach dem Gespräch
Termine wandern in den Kalender und die Anrufliste. Die Bestätigungs-E-Mail öffnet fertig in deinem Postfach. Nach jedem Termin plant sich der Nachfass-Anruf von selbst ein.